Die Ergebnisse und ihre Folgen:


Adipositas (Übergewicht) kann mehrere Ursachen haben. Eine Stoffwechselerkrankung oder erbliche Veranlagung sind die medizinischen Faktoren. Ein wesentlich häufiger vorkommender Ursprung für Übergewicht ist in der Ernährung zu finden. Wenig Bewegung und falsche Ernährung macht sich schnell auf der Waage bemerkbar. Doch auch die Freizeitgestaltung spielt eine Rolle. Fernsehen, Computerspiele und überwiegend sitzende Hobbys, verleiten dazu zwischendurch Chips und andere Süßigkeiten zu essen, die als Fett im Körper abgelegt werden.
Adipositas bringt oftmals schwere, gesundheitliche Folgen mit sich, die teilweise irreparabel sein können. Eine hohe Gefahr besteht für das Auftreten von Herz-Kreislauf Erkrankungen. Dazu gehören Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall sowie die konorare Herzkrankheit.
Ebenfalls erhöht ist das Risiko an Diabetes zu erkranken. Zudem schädigt Übergewich die Gelenke, durch die erhöhte Belastung. Bei stark adipösen Kindern, können Schäden bereits während des Wachstums auftreten. In solchen Fällen ist oftmals trotz Gewichtsabnahme eine lebenslange orthopädische Betreuung notwendig.
Durch den hohen Körperfettanteil werden bei Übergewichtigen Personen auch Krebserkrankungen begünstigt. Besonders Darmkrebs bringen Mediziner öfters mit Adipositas in Verbindung.
Nicht zu vergessen ist auch der psychische Gesundheitszustand bei übergewichtigen Personen. Oftmals fühlen sie sich unattraktiv, werden womöglich "gehänselt" und leiden unter der Adipositas. Einige Menschen betrachten Übergewichtige mit Abscheu und sehen in ihnen undisziplinierte Menschen, die ihr Essverhalten nicht unter Kontrolle haben.
Die wenigsten "Dicken" fühlen sich in ihrem Körper wohl und wünschen sich nichts anderes als schlank zu sein. Der Weg dorthin ist ein langer.
Das Risiko von Folgeschäden erhöht sich, wenn weitere Risikofaktoren hinzukommen. Die ungünstigste Kombination ist starkes Übergewicht, gepaart mit starkem Rauchen und der Einnahme der Anti-Baby-Pille.
Die Kombination Übergewicht und Rauchen kann zu Gefäßverengungen führen und Thrombosen auslösen. Im schlimmsten Falle ensteht aus der Thrombose eine Lungenembolie, die tödlich enden kann.

Wer sich bezüglich seines Gewichtes unsicher ist, sollte einen BMI-Rechner benutzen um den BMI zu ermitteln. Selbst ein hoher BMI kann wieder reduziert werden und damit auch eventuelle Risiken für Folgeerkrankungen.
Eine Ernährungsumstellung sollte die erste Wahl bei der Gewichtsabnahme sein. Am effektivsten ist die Wirkung, wenn der adipöse Mensch langsam anfängt sich sportlich zu betätigen. Um Schäden an den Geleken zu vermeiden ist es ratsam, schonende Sportarten zu wählen. Empfehlenswert ist das Schwimmen, Nordic-Walking oder erholsame Waldspaziergänge. Doch auch kleine Bewegungseinheiten sind gut für den Körper. Wer statt des Liftes die Treppe nimmt und kleine Distanzen zu Fuß statt mit Bus oder Auto bewältigt, bring seinen Kreislauf in Schwung und steigert langsam seine Kondition. Es ist nicht erforderlich Kraftsport oder schweißtreibende Sportarten auszuüben, um seinem Körper etwas gutes zu tun. Abnehmen mit der "Hau-Ruck-Methode" ist für niemanden ratsam, da der gefürchtete JOJO-Effekt dann meist nicht lange auf sich warten lässt. Was sich über Jahre aufbaut, kann nicht in wenigen Wochen wieder verschwinden.
Zeigt der BMI-Rechner ein leichtes Übergewicht an, sollte man nicht gleich anfangen die Nahrung zu reduzieren, sondern sich erst einmal mit einem Arzt des Vertrauens zusammensetzen und eventuell eine Körperfettmessung durchführen. Belegt der BMI-Rechner sehr starke Adipositas, ist es nicht immer möglich durch reine Ernährungsumstellung das Gewicht zu minimieren und damit gesundheitliche Risiken zu senken. In solchen Fällen gibt es operative Maßnahmen zur Gewichtsreduktion. Eine der bekanntesten Methoden ist das Einsetzen eines Magenbandes. Ein Chirurg verkleinert den Magen, in dem er ein Band darum legt. Der Eingriff erfolgt meist mittels Schlüssellochtechnik, so das keine großen Narben zurückbleiben. Nach der Operation kann der Patient keine großen Mengen mehr zu sich nehmen. Winzige Portionen reichen aus um den Magen zu füllen. Wie jeder andere Eingriff am Körper kann auch dieser Eingriff Nebenwirkungen mit sich bringen, die jedoch meist nicht Vergleichbar sind mit den Risiken die das Übergewicht birgt. Die Umstellung auf die kleinen Portionen fällt vielen Patienten nach Einsetzen des Magenbandes schwer. Nimmt die Person zu viel, zu schnell zu sich, kann es zu Erbrechen kommen. In der Regel gewöhnt man sich innerhalb weniger Wochen daran. Die Magenbandoperation kann nicht rückgängig gemacht werden und es ist lebenslang erforderlich, auf seine Ernährung zu achten. Der Chirurg hat die Möglichkeit das Band auch nach dem Einsetzen zu verengen und zu erweitern. Eine zeitlich begrenzte Anwendung ist das Einsetzen eines Magenballons. Ein Ballon wird per Magenspiegelung in den Magen eingeführt. Dieser wird dann mit Kochsalz gefüllt. Da der Ballon den Magen füllt, setzt das Sättigungsgefühl schneller ein und die Nahrungsaufnahme wird verringert. Nach einem halben Jahr wird der Ballon wieder entnommen. Es ist somit notwendig, das Gewicht innerhalb dieses Zeitraumes soweit zu reduzieren, das eine eventuelle weitere Gewichtsabnahme dann ohne Hilfmittel erfolgen kann.
Fettabsaugen ist für adipöse Patienten nicht geeignet. Diese Methode eignet sich für Personen, die nach einer Gewichtsabnahme an den sogenannten Problemzonen noch immer Fettpölsterchen haben, die nicht weggehen. in diesem Falle kann man mittels plastischer Chirurgie nachhelfen lassen.
Die Krankenkasse übernehmen die Kosten für einen chirurgischen Eingriff nur dann, wenn der BMI-Rechner einen Wert von über 40 ermittelt. Ein solcher Eingriff sollte nur dann erfolgen, wenn alle anderen Abnehmmethoden nicht hilfreich waren oder wenn die aktuelle gesundheitliche Situation so bedenklich ist, das es unausweichlich ist sofort Gewicht zu verlieren.

Untergewichtige Personen haben es hingegen oft sehr schwer zuzunehmen. Viele übergewichtige Menschen wundern sich darüber, das ihnen jedes Gramm Schokolade sofort anzusehen ist, während einige Menschen Probleme haben zuzunehmen. Untergewicht ist jedoch ebenfalls ein ernstzunehmendes Problem. Gerade wenn der Auslöser eine Essstörung wie Bulimie der Magersucht ist, reicht es nicht, einfach mehr zu essen. Magersüchtige Personen sehen in der Regel nicht, wie dünn sie sind. In ihren Augen leiden sie unter Übergewicht. Ohne Therapie ist eine Essstörung oftmals nicht zu behandeln. Wenn der BMI-Rechner Untergewicht ergeben hat, sollte in jedem Fall ein Mediziner zu Rate gezogen werden, denn oft sind auch Vitamin- und Mineralmangel ein Problem bei Untergewicht.

Allgemeine Informationen zu Übergewicht und BMI-Ergebnissen:
Neusten Studien zufolge sind die Bürger der Bundesrepublik Deutschland die schwergewichtigsten Europäer. Prognose steigend. Dies ist eine bedenkliche Entwicklung, da stark übergewichtige Mütter häufig auch kräftige Babys gebären und nicht genug auf eine ausgewogene Ernährung des Kindes achten.
Durch zunehmende Trägheit und ein breites Nahrungsangebot ist kein Ende der Adipösen Gesellschaft abzusehen. Sitzende Tätigkeiten wie beispielsweise Büroarbeit und Ernährung mit Fertiggerichten begünstigen die Gewichtszunahme. Bereits Kinder und Jugendliche gehen nach der Schule oftmals lieber zum Fast-Food Restaurant an der Ecke, als zu Hause eine gesunde Mahlzeit zu sich zu nehmen. Wer sich ausreichend bewegt, kann bedenkenlos auch einmal den Pizzaservice in Anspruch nehmen. Die Ausgewogenheit stimmt bei vielen jedoch nicht. Einige Schulen haben bereits reagiert und erlauben keine Süßigkeiten beim Schulbrot der Kinder. Eine Zuckerfalle sind auch sogenannte Erfrischungsgetränke. In einem halben Liter sind mehrere Dutzend Zuckerwürfel enthalten. Durstlöschend wirken diese Art von Getränken ohnehin nicht. Gerade Kindern sollte der Zugang zu solchen Getränken nur eingeschränkt gewährt werden. Süßigkeiten sollten bei Kindern niemals zum beruhigen gegeben werden. Der Umgang mit Nahrungsmitteln sollte bei der Erziehung immer eine Rolle spielen. Ein generelles Verbot ist jedoch auch nicht sinnvoll, da verbotene Dinge besonders reizvoll auf Kinder wirken.
Wer seinen Kindern vermitteln kann das Obst genauso gut und süß schmeckt wie Schokolade, kann damit rechnen das die Kleinen auch gerne zum Apfel greifen.

Fast jede Krankenkasse bietet Programme zur Gewichtsreduktion an, da die Kosten für die Bahandlung übergewichtiger Patienten um ein vielfaches höher sind, als das Angebot eines Ernährungsprogrammes. Einige Kassen gewähren einen Bonus für die Teilnahme an solchen Programmen.
Bei einer entsprechenden Empfehlung des Arztes ist auch die Kostenübernahme oder eine Kostenbeteiligung für eine Kur denkbar. Der Vorteil einer solchen Maßnahme ist, das Ernährungsberater den Teilnehmern Methoden aufzeigen, wie sie auch zu Hause ihre Ernährung ohne großen Aufwand umstellen und ihr Gewicht reduzieren ohne auf alles zu verzichten.

Ein guter BMI-Wert ist auch eine gewisse Altersvorsorge. Denn nur wer sich gesund ernähert, wird im Alter mit weniger Problemen und durch Übergewicht bedingten Krankheiten zu kämpfen haben.

Fazit:
Der BMI-Rechner ist eine gute Methode um das Verhältniss von Körpergewicht und Körpergröße zu berechnen. Liegt das Ergebniss nicht im Normalbereich, sollte ein Arzt konsultiert werden, um möglichst frühzeitig den Spätfolgen vorzubeugen.

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